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... begann bereits in der Antike als man mit Pfeil und Bogen auf einen lebenden Hahn, später auf einen Zaunkönig schoß. Diese galten als "heilige Tiere" und wurden auf einer Stange befestigt. Das änderte sich wahrscheinlich unter dem Einfluß christlicher Mönche, die blutige Schlachtopfer zu verhindern suchten.
Erste Hinweise auf Schützengesellschaften finden sich im 13. Jahrhundert. Um Städte und Dörfer verteidigen zu können, übte man zunächst mit der Armbrust, später mit dem Bogen und im 15. Jh. auch schon mit dem "Feuer" der Büchse. Vorzugsweise wurde nach Vögeln aus Holz, Pappe oder Leder geschossen. Diese waren an Windmühlenflügeln, auf Kirchturmspitzen oder einfach auf Stangen inmitten einer eigens hierzu hergerichteten Schießwiese befestigt. Während des Hochmittelalters war so das Vogelschießen bzw das Papageienschiessen ein relativ weit verbreiteter Brauch in Europa.
Die Trennung zwischen Vogelschießen und Papageienschießen ist dabei nur schwer möglich; Es wird vermutet, dass gegen Ende der Kreuzzüge und dem Aufkommen der ersten Schützengesellschaften, die sich zum Beispiel auch Papageiengilde, Papageiengesellschaft oder Papacompanie nannten auch die aus dem Orient von Kreuzfahrern mitgebrachten Papageien übernommen wurden. Geschossen wurde natürlich nur auf einen Holzpapagei. Der Schützenkönig wurde dann als Papageienkönig bezeichnet und trug einen entsprechenden Schmuck, der zusammen mit Königstafel ehemaliger Schützenkönige an einer Kette um den Hals getragen wurde.
Das Schützenrecht hielt bis um die Mitte des 18. Jahrhunderts, die Erinnerung an die sakrale Natur des Schützenvogels
ausdrücklich wach. Aufgrund der geschichtlichen Entwicklung konnte es dem aufmerksamen Beobachter aber nicht entgehen, dass es sich bei dem "Vogel" um einen wesentlichen Bestandteil heidnischer Opferritualien handelte. Diese hatten sich über den Einbruch der christlichen Glaubensmacht hinweg fast ohne Einbußen bis in die Neuzeit gerettet. Die Kirche musste im Zuge ihrer Anpassungstaktik Wert darauf legen, außer den Würdezeichen der Schützen „den Königsvogel als Schützenkleinod“ auch ihr praktisches Tun in das christliche Volksbrauchtum mit einzubeziehen.
Quellen: - Das Papageienschießen - kulturhistorischer Exkurs von Detlev Franz gefunden auf der Internetseite: "www.papageien.org"
- Referat über das "Schützenwesen" allgemein, des kurkölnischen Sauerlandes und des Kreises Olpe, von der Urzeit über das Mittelalter bis in unsere Tage, von Ehrenkreisoberst des Kreisschützenbundes Olpe e.V. Herbert Hesener
gefunden auf der Internetseite "www.sankt-sebastianus.de/schuetzenwesen.htm"
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